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Nikolaus Lang

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Nikolaus Lang

* 1941 in Oberammergau, Deutschland
lebt in Murnau am Staffelsee

Nikolaus Lang ist Vertreter der Kunstrichtung „Spurensicherung“. Nach einer Ausbildung in der Schnitzschule, Oberammergau (1956-1960) studierte er 1960–1966 an der Akademie der Bildenden Künste in München. Ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) führte ihn 1966/1967 an die Camberwell School of Art and Crafts in London. 1970 entwickelte er in London die Arbeit „Short Walk“, für die er an verschiedenen Stellen im Wimbledon Common Schaukästen mit Relikten und „Spuren“ eines von ihm im Park entdeckten Liebesnestes aufstellte. Seitdem entwickelt er zahlreiche Schaukästen und -tafeln, die durch Aufenthalte in London, Japan, der Toskana und der Umgebung seines Geburtsorts Oberammergau inspiriert sind. In seinen Installationen sammelt und erforscht Nikolaus Lang anhand (oft sehr persönlicher) Fundstücke und Relikte Exilerfahrungen im eigenen – und in fremden Ländern. Seit 1986 stehen die Kultur und Geschichte der Aborigines Australiens, wo er insgesamt fünf Jahre lebte und wohin ihn immer wieder Arbeitsaufenthalte zurückführen, im Mittelpunkt seiner Arbeit. Ab 2000 hatte er eine Professur an der Akademie der Bildenden Künste in München inne. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Preise, unter anderem den Defet Kunstpreis, den Staatlichen Bayerischen Förderpreis und den 1. Preis der Helmut-Kraft-Stiftung zur Förderung der Bildenden Kunst.

„Der Künstler kann nur sichtbar machen, was in der Natur bereits existiert“ (Nikolaus Lang)

Foto © Ruth Rall